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Die Bauten des russischen Konstruktivismus (Moskau 1919-32)

Baumaterial, Baukonstruktion, Erhaltung

Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Publikation:
Anke Zalivako: Die Bauten des russischen Konstruktivismus (Moskau 1919-32). Baumaterial, Baukonstruktion, Erhaltung; Petersberg 2012

Das Projekt

Bei der in den frühen 1920er Jahren ausgelösten Entstehung der Moderne, mit der der Grundstein für unsere heutige Bautechnik aus vielfältigen Materialien und Baumethoden gelegt wurde, übernahmen die Architekten der damaligen Sowjetunion und Deutschlands eine führende Rolle. Haptisch und visuell erfahrbar bleibt dieses Ereignis in den zwischen 1920 und 1934 entstandenen und bis heute erhalten gebliebenen Bauten des Neuen Bauens bzw. des Russischen Konstruktivismus.

Aus heutiger Sicht ist die Architektur des russischen Konstruktivismus der einzige architektonische Ansatz aus der Geschichte der Sowjetarchitektur geblieben, der unter dem Oberbegriff "Avantgarde" weltweite Wirkung zeigte und bis heute von großem Interesse für die internationale Baugeschichte ist. Die Zahl der in dieser Zeitspanne entstandenen Bauten ist insgesamt klein, eine zunehmende Reduzierung und Verstümmelung des Bestandes besonders in den letzten Jahren wird beklagt.

Die politischen Veränderungen der letzten zwölf Jahre haben den Weg für eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in Moskau, das damals ein Zentrum der Bewegung bildete, geebnet. Ziel des Vorhabens ist es, die nunmehr für Forschungszwecke zugänglichen Bauten zu untersuchen und die wichtigsten Vertreter dieser Epoche in ihren konstruktiven und materialtechnologischen Zusammenhängen zu analysieren und bautechnologisch zu erfassen. Auf Grundlage der in Deutschland gemachten Erfahrungen im Umgang mit der Moderne sollen in Zusammenarbeit mit russischen Wissenschaftlern die Kriterien für den Erhalt der in ihrer Existenz stark bedrohten Bausubstanz der 1920er Jahre in Moskau entwickelt werden.