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Bauliche Zeugnisse und Spuren der "Euthanasie"

Läuft seit 1993

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Johannes Cramer

Mitarbeiterin: Dipl.-Ing. Michaela Denk (1993-95)

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Gedenkstättenträger

In den "Euthanasie"-Anstalten wurden in den Jahren 1940/41 etwa 200.000 psychisch Kranke und behinderte Menschen ermordet. Von Baulichkeiten der sechs Anstalten existieren heute noch Bernburg, Hadamar, Hartheim und Pirna-Sonnenstein.

Die noch während des Zweiten Weltkriegs stark veränderten Bauten wurden mit bauarchäologischen Methoden untersucht mit dem Ziel, die verbliebenen Spuren der "Euthanasie"-Zeit in den zu Gedenkstätten umgebauten Anlagen zu sichern und dadurch die historischen Vorgänge vor dem Vergessen zu bewahren. Für die Anstalten Pirna und Hartheim werden derzeit durch bauliche Maßnahmen und erklärende Einbauten Konzepte des Gedenkstättenausbaus realisiert.

Bernburg: Fast unverändert erhaltene Gaskammer mit Duschköpfen, durch die das Gas in den Raum geleitet wurde. Türen erneuert.
Befund eines Krematorienschlotes (rotes Flatterband)
 

Publikationen zum Thema
Spuren der "Euthanasie"-Morde - bauarchäologische Untersuchungen in der Gedenkstätte Hadamar
in: Verlegt nach Hadamar - Die Geschichte einer "Euthanasie"-Anstalt, Kassel 1991, S.198-215

Bauliche Zeugnisse der "Euthanasie"-Morde in der Anstalt Pirna-Sonnenstein
in: Nationalsozialistische Euthanasie-Verbrechen in Sachsen; 2. Aufl., Dresden 1996, S.143-159