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Gefügekunde und Dendrochronologie in Mitteldeutschland

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Johannes Cramer
Mitarbeiter: Dipl.-Holzwirt Thomas Eißing, Dipl.-Ing. Karin Hamper, Ing. Frank Högg M.A.,
Susanne Schödel, Katrin Westermann M.A.
Kooperationspartner: Universität Hamburg, Landesämter für Denkmalpflege, Landeskirchen,
Deutsches Archäologisches Institut, Private
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Landesämter für Denkmalpflege, Private

Publikationen: CRAMER, Johannes - EIßING, Thomas (Hrsg.):Dächer in Thüringen, in: Arbeitshefte des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege 2/1996; Leipzig 1996

CRAMER, Johannes - EIßING, Thomas: Die historischen Dächer von Naumburg, in:
STADT NAUMBURG (Hrsg.):Naumburg an der Saale, Beiträge zur Baugeschichte und Stadtsanierung, Petersberg 2001, S.335-46

Durch systematische Dokumentation, Untersuchung und dendrochronologische Datierung historischer Holzkonstruktionen in Mitteldeutschland wurde das Basismaterial für die Weiterentwicklung und Differenzierung zahlreicher Regionalchronologien zusammengetragen und zugleich eine komplette Übersicht über den Bestand mittelalterlicher Dachwerke auf Kirchen erarbeitet. Die Analyse zeigt, daß das Thüringer Becken ein Schmelztiegel unterschiedlichster Einflüsse in konstruktiver und architekturgeschichtlicher Hinsicht ist.

Der Nachweis einer großen Zahl mittelalterlicher Holztonnengewölbe wirft grundsätzliche Fragen zum gotischen Kirchenbau auf. Im Bereich bürgerlichen Bauens ist die Vielfalt von verschiedenartigsten Mischkonstruktionen von Bedeutung.

Über die genaue Analyse von Bundzeichen und Spuren des Holzhandels läßt sich die Herkunft des Bauholzes bis in Einzelheiten nachweisen.

Als Ergebnis des Projekts werden Monographien zu einzelnen Städten (Schmalkalden: Zalewski; Naumburg: Prescher/Cramer u.a.), zu Baugattungen (Kirchen: Eißing, Högg; Rathäuser: Mohn/Nitz, Bürgerhäuser: Cramer) und zu übergeordneten Fragestellungen vorgelegt.